Ich habe mal wieder was gefunden,

was Ökoherzen höher schlagen lässt und Hoffnung für die Zukunt gibt. Eine echt schicke Aktion:

 

Ein Penny-Markt in Hannover räumt über Nacht die Regale leer und bietet seinen Kunden nur noch an, was es in einer Welt ohne Hummeln und Bienen zu kaufen gäbe. Ist das nicht eine großartige Aktion? Aber bevor ich viele Worte drumherum verliere, lest einfach selbst! auf spiegel online, 15.05.2018: So leer wäre ein Supermarkt ohne […]

über Penny und die Bienen — GRUNDidee Naturgarten

 

Ich finde die Dauer allerdings zu kurz. Würden Supermärkte deutschlandweit eine Woche lang den Bienenausfall simulieren, dann wäre das schon viel eher nach meinem Geschmack.

Wer früh im Sport sich übt,

und dabei im falschen Land wohnt, der kann erhebliche Schäden davontragen. Die Rede ist vom Doping in der DDR.

ZEIT Online hat heute einen Artikel über die Dopingopfer Ostdeutschlands drin. Der Artikel (Vergiftet von der DDR) legt den Fokus auf die Spätfolgen von Doping. Diese sind zahlreich und daher erschreckend, ich jedenfalls habe mich kaum mehr eingekriegt: bereits Zehnjährigen wurden Hormone, Steroide und wer weiß, was noch*, verfüttert. Dass so junge Sporttalente die Fürsorge ihrer Trainer und Ärzte nicht hinterfragen, wundert dabei wenig. Dennoch quälen sich viele der Opfer heute noch mit Schuld- und Schamgefühlen.

Ironie des Schicksals

Wie es das ironische Schicksal heute wollte, habe ich eine Sendung voll Unsinn erhalten, den ich mir auf Ebay ersteigert hatte. Unter Anderem enthielt mein Paket ein Liederbuch aus der DDR. Ich habe viel Interesse am Heimatland meiner Familie, die oft betont, dass ja „ooch nich allet scheiße jewesen war“**. Das ist sicher wahr.

 

DDR Sport 1
Strophe zwei von „Wer früh sich im Sport übt“: der blanke Hohn

Trotzdem war ich beinahe verstört, als ich die Kinderlieder, die ich mir da bestellt habe, angesehen habe: Viele enthalten offensichtliche Propaganda, zum Beispiel ist nicht einfach vom Traktor die Rede, nein – es muss der Traktor der LPG sein. Am schlimmsten war allerdings ein Lied, das geradezu subtil die Ziele der DDR-Propaganda verfolgt: Wer früh sich im Sport übt. Man könnte das Ganze auch als den Versuch einer guten Erziehung verstehen. Aber spätestens die zweite Strophe (s. Bild) kann heute nur noch als Hohn gegenüber den damals gedopten Kindern empfunden werden.

Das wars auch schon. Da ich zurzeit nicht wirklich zum Schreiben komme, dachte ich, an diesem kuriosen Fund lasse ich euch teilhaben.

Wer noch mehr seltsame DDR-Kinderlieder kennt, der melde sich gern in den Kommentaren (auch wenn ich nun ein kleines Arsenal besitze). Freundschaft! 😉

*Viele Substanzen sind auch heute nicht bekannt. Andere sind bekannt, jedoch nicht als Arzneimittel zugelassen.
**Nein, nicht alle in meiner Familie sprechen so. Nur die, die nich in Westen jemacht ham.

Wir gegen AfD-Zensur: Über ein bizarres Gerichtsurteil

Nathan Mattes betreibt die Website Wir sind AfD, auf der er echte Zitate der Partei zusammenstellt. Diese sind rassistisch, menschenverachtend – und echt.

Dagegen hat die AfD nun geklagt und Recht bekommen. Nathan würde gern Berufung einlegen, denn das Gericht hat wohl sein Recht auf freie Meinungsäußerung übersehen. Die Website enthält nur echte Zitate, von Diffamierung kann man wohl kaum sprechen, von Zensur seitens des Gerichts sowie der AfD schon.

Der Gang vors nächsthöhere Gericht ist allerdings ganz schön teuer. Allein wird er es wohl nicht schaffen. Wer ihn dabei unterstützen möchte, kann das tun. Den Spententopf dafür findet ihr hier. Da mir als Studentin nur begrenzt Mittel zur Verfügung stehen, rufe ich auch euch auf, dem armen Kerl zu helfen, wie er auch uns, der Gesellschaft versucht zu helfen. Wären meine Mittel unbegrenzt, ich hätte die Prozesskosten bis zum Bundesverfassungsgericht übernommen. Auch, weil ich mir sicher bin, dass sie ihm dort Recht geben (müssen).

Alle nützlichen Infos zum Thema habe ich im Text verlinkt. Die Sache darf und soll gern geteilt werden! 🙂

Wie mein Geburtstag die Welt rettet

Das ist die postgeburtstägliche Variante des Montagsmülls. Eigentlich wollte ich nur mal wieder nicht raus gehen.

 

Vergangene Woche habe ich meinen Geburtstag feiern dürfen. Da die Geschenke in diesem Jahr nicht nur gewohnt super, sondern auch gutmenschengeeignet ausgefallen sind, möchte ich euch gern daran teilhaben lassen. Damit wir nicht uns beschenken, indem wir die Erde beklauen.

 

Viel Geschenk, wenig Verpackung

 

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Zu viel Geschenk, zu wenig Bock: Alles in eine Kiste geschmissen sieht auch gut aus.

Man kann Geschenke toll verpacken und ich finde, man sollte das auch tun. Krasse Ökovarianten wie Packpapier oder alte Zeitung können was hermachen, wenn man sich geschickt anstellt. Wer dazu keine Lust hat oder zu viele Geschenke um alle einzeln einzutüten, der kann sich mit Geschenkkartons behilflich sein. Die kann der Beschenkte, in diesem Fall ich, wieder- oder weiterverwenden oder zurückgeben. Auch das Geschenkpapier, das ich bekommen habe, habe ich natürlich gefaltet und bewahre es nun sorgsam auf.

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Selbst gemachte Nudeln, getrocknet und im Glas

Auch einzelne Geschenke sind häufig schon in Karton oder Plastik vorverpackt. Diese lassen sich dann besser nochmal schön verpacken, viel Sinn ergibt das allerdings nicht. Dagegen hilft: Unverpackt einkaufen oder gleich selbst machen. Auch aus diesen Rubriken wurde ich reich beschenkt: Meine beste Freundin hat nicht nur Pesto, sondern direkt noch Nudeln dazu hergestellt und alles in Gläsern abgepackt. Besonders erfreulich ist für mich, dass ich die Gläser, wenn ich sie leer habe, weiterhin zum Einmachen oder Einkaufen nutzen kann. Auch einfache Backmischungen und „Fertiggerichte“ lassen sich übrigens so wie hier selbst herstellen und in Gläsern verschenken.

 

 

 

Zuletzt habe ich mir Unverpacktes auch selbst geschenkt: Im veganfreundlichen Kosmetikgeschäft Lush dachte ich mir, ich könnte mir mal was Gutes tun, denn meine Kopfhaut ist derzeit ein wenig gereizt von erst zu viel, dann angeblich zu wenig Zuneigung und Pflege. Um da mal wieder ein Gleichgewicht reinzubringen, habe ich mir dann ein festes Shampoo mit Ringelblume gekauft. Sicher kostet das mehr als jedes Shampoo sonst, aber es ist mein fucking birthday – das kann man sich mal gönnen.

 

 

Gebraucht, Erlebt, Gleich weg

 

Gebrauchtes ist immer eine gute Alternative zu Neuem. Besonders, wenn man gern und häufig Bücher geschenkt bekommt. Ich habe seit meinem Geburtstag fünf neue Bücher, wobei nur eines davon tatsächlich neu ist – und dann auch noch so neu, dass man es gebraucht gar nirgends findet.

 

Schön sind außerdem Geschenke, die nicht so materiell daherkommen. Nicht, weil sie umsonst waren (schön wär’s!), sondern, weil man sie nicht anfassen kann. Man kann sie nur erleben. Im besten Fall mit der Person, die man am meisten mag, zur Not auch mit der Person, die es geschenkt hat. Bei mir ist das dieselbe Person, und ich danke meinem Freund sehr herzlich, dass er es auf sich nimmt, mit mir ins Staatstheater zu gehen. Wir werden uns Händels Semele geben, und ich freu mich enorm drauf!

 

Ebenfalls wenig materiell, da nur kurzzeitig vorhanden, ist ein Geschenk, das wohl nicht in allen Kreisen so gut ankommt. Ich habe trotzdem mehrere bekommen. Die Rede ist von Joints. Haschischzigaretten, Tüten oder wie ihr sie nennen mögt, haben meinen Geburtstag bereichert und mich nach einem schlimmen, wenn auch lustigen Alkoholrausch, der zweifelsohne dazugehört, wiederbelebt. Wer kifft, ist friedlicher und weniger verkatert als der Trinker, das habe ich wieder einmal herausgefunden*. Ich danke dafür dem Strauch Cannabis sowie meinen Versorgern. Und wenn der Joint weg ist, dann ist Verpackung wie Inhalt des Geschenks inhaliert und weg. Die Müllbilanz ist also toll! (Vorsicht bei Aktivkohlefiltern: Die kann man zwar wiederverwenden, aber die Entsorgung ist unschöner als beim Papiertip.)

 

 

Das Kurioseste

 

Das seltsamste Geschenk aber haben mir ein paar Kumpel gemacht. Sie nennen mich häufig T-Rex, denn die Reichweite meiner Arme ist gering. Also habe ich eine Greifhilfe, eine Zange mit langem Stiel, bekommen. Die benutzt man häufig zum Müllaufsammeln. Besagte Freunde kennen zwar weder meinen Blog noch mein recht neues Hobby an Montagen, aber sie haben mir ein gutes Werkzeug dafür geschenkt. Ab nächstem Montag werde ich also mit der orangen Zange umhergehen, Müll vom Boden aufsammeln und dabei einmal mehr aussehen, als hätte ich Sozialstunden abzuarbeiten.

 

DANKE

Insgesamt möchte ich wohl nur Danke sagen in diesem Beitrag. Ich habe mich mehr gefreut, als ich es hätte zeigen können. Ich habe nur nützliche, schöne, einfallsreiche Geschenke bekommen. Und nun sag ich das meiner Familie und meinen Freunden auf diesem Blog. Sie kennen den größtenteils nicht, denn die Inhalte würden meine Bekannten verunsichern. Trotzdem gibt es für so viel Lob bestimmt gutes Karma.

*Trotzdem warne ich ausdrücklich vor Mischkonsum. Auch sonst ist das hier keine Werbung, weder für Drogen, noch für Lushprodukte. Ich schreibe bisher noch aus freiem Willen und für Menschen, die selbst denken können.

Schau mal, wie grün!

Heute gibt’s einen Reblog im Namen des Kurswandels. Der Text handelt von einer Veranstaltung, an die ich bis eben nicht gedacht hatte. Sie benötigt und verdient also definitiv mehr Öffentlichkeit.

Da haben nämlich Leute demostriert. Nicht für sich selbst, weil sie denken, sie haben zu wenig, nein! Tatsächlich für Tiere, denen es scheiße geht, damit du sie billig essen kannst.

Das sind übrigens linksgrünversiffte, und stell dir vor: Sie waren sogar friedlich und haben sinnvolle Forderungen gestellt.

Sieh selbst:

Jedes Jahr im Januar findet in Berlin die Grüne Woche statt. Dabei treffen sich unter anderem verschiedene Agrarminister, um über das Thema Landwirtschaft in Deutschland zu quatschen. Aber die aktuelle Agrarpolitik passt vielen Menschen – so auch mir – nicht in die Tüte. Deshalb strömten letzten Samstag über 30.000 Menschen nach Berlin, um gemeinsam zu […]

über „Wir haben es satt!“ – 2018 — Die Welt wandeln

Eulen schlau, Menschen doof

Mein heutiger Müllspaziergang hat mein bisheriges Feindbild gestärkt: KSC-Fans und Fastfoodfresser. Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten.

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Handschuh, mit dem ich nach zwei Regentagen Müll sammelte. Seine Naht scheint zu lächeln, aber eigentlich weint er.

Draußen ist es schon wieder dunkel, kalt, neblig und grau. Ich habe den gesamten Tag der Prokrastination gewidmet, der Himmel hat den ganzen Tag geweint. Bei Regen kann ich nicht lernen. Raus gehen und Müll sammeln erst recht nicht.

Trotzdem beschreite ich die dunkle Allee, deren Saum scheinbar tote Bäume schmücken. Sie sind völlig kahl. Ich sehe trotzdem nichts, denn der Mond scheint nicht. Aber ich höre etwas: einen schrecklichen Eulenruf, gerade so, als ob ein Mensch versuchen würde, das Hu-Huu des edlen Nachtvogels zu imitieren.

Schisser, wie ich einer bin, gehe ich also langsam nur weiter und starre dabei angestrengt zwischen die Bäume ins Dickicht. „Als ob da bei dem Wetter jemand kauert, um dich zu überfallen“, denke ich mir noch und fahre zusammen: Das Eulengeräusche ist jetzt ganz nah. Ich blicke auf und sehe die Silhouette eines kleinen, aber recht dicken Käuzchens. Er ruft mir weiter zu, wir reden also ein bisschen. Ich spreche gern mit Tieren, auch wenn ich sie sicher häufig missverstehe. Ich glaube, der Kauz dankt für mein Bestreben, seine Lebensgrundlage zu erhalten. In dieser Hinsicht sind die Käuze den Menschen sicher weit voraus.

Menschen treffe ich keine auf meinem Weg. Ihre Hinterlassenschaften hingegen schon.

 

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Den Becher habe ich meiner Flurgemeinschaft gespendet. Für BurgerKing-Müll findet niemand Verwendung. Gesamtweg für diesen Sack voll Müll: 1,5 km.

Man erkennt am Wegesrand schon, dass vergangenes Wochenende ein KSC-Spiel stattfand: Bierbecher (aus dem Stadion, vermutlich 1€ Pfand) und Bierdosen (Pfand: 0,25€) lagern hier. Außerdem sehe ich auf einem Parklplatz ein gesamtes Burgerkingmenü – oder was davon übrig ist. Mich fasst hier eine Wut, die sich nicht richtig erklären lässt. Es ist eine Wut auf Leute, die ich nicht kenne und nicht kennen will: Fußballfans und Fastfoodfresser, die ihren Müll gedankenlos hinter sich werfen. Aber wie kann man schaffen, dass sie das lassen, wenn man nicht einmal mehr eine Person kennt, die sich so verhält? 

 

Das ist eine Frage, die sich elitäre Idealisten fernab der Realität häufig stellen. Habt ihr schon eine Antwort darauf? Dann schreibt sie mir in die Kommentare, ich freue mich über alles.

Zwischen Müll und Märchen: Ein Ausflug in den Zauberwald

Einen gemütlichen Spaziergang habe ich heute hinter mir. Vom Nachmittag bis zu Dämmerung – also winterswegen gerade mal 45 Minuten lang – beschritt ich den Laubwald im Winterschlaf. Die Bäume haben längst mit ihren Blättern den Boden zugedeckt. Es war kalt und ruhig und schön draußen.

 

Schön? Ja, tatsächlich. Ich habe heute kaum Müll gefunden, gerade mal ein Bodensatz füllt die Mülltüte, die sonst schon nach einem Bruchteil des zurückgelegten Weges überquillt vor Abfall. Wenn ich heute Müll gefunden habe, dann hauptsächlich neben Sitzbänken ohne Mülleimer.

 

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Weiße Ahornblätter im Buchenlaub

Auf den kleinen Waldwegen hielt ich dennoch aufmerksam die Augen offen. Da spielte die Natur mir Streiche: Zu völliger Farblosigkeit verblichene Ahornblätter reflektierten viel mehr Licht als ihre roten Verwandten, die Blätter der Buche. Da die Buche aber viel häufiger in diesem Wäldchen vorhanden ist, blitzten die Ahornbätter nur so hervor.

 

Häufig ging ich dann hin um diese vermeintlichen Papiere und Folien zu inspizieren. Mit jedem Schritt wurde mein Irrtum ersichtlicher: Wieder nur ein Blatt. Pilzsammler kennen das Problem wohl.

 

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Moos

Einige Moose fingen meinen Blick auf ähnliche Weise ein. Aus dem graubraunen Waldboden sticht ihr Grün und ihr Helltürkis besonders hervor und ist dabei oft von so knalligem Farbton, dass ich mich beinah danach bückte. „Das kann ja nicht sein, so grelle Farben in der Natur“, sagte mir mein Müllradar.

 

Nach diesem wunderbaren (weil wenigem) Montagsmüll noch eine Frage an eventuelle Leser:

 

 

 

Wann hat euch der Wald zuletzt verzaubert?

 

 

 

Der schlimmste Müll: Mein heutiger Fund

Letzte Woche war ich verkatert – ja, die ganze Woche – und daher nicht imstande den Müll zu sammeln und zu entsorgen, wie ich es vorhatte. Das tut mir Leid.

Auch heute scheint es, als müsste ich nicht raus gehen, sondern lediglich meinen Wohnort als Suchbegriff in den Reader eingeben und ganz, ganz lange scrollen. Schon zeigt sich mir der schlimmste Müll, den unser Land zu bieten hat, und das ist ein Holocaustleugner, der auch noch Zustimmung im Internet bekommt. Einen Auszug kriegt ihr hier:

Erfrischend anders an dem Beitrag ist, dass Hitler nicht wie üblich, die Horror-Lüge vom sogenannten Holocaust unterstellt wird. […]

über Globalismus vs Nationalsozialismus — Viel Spass im System

Den Rest erspare ich euch. Es wird Hitler, kurz gefasst, unterstellt, dass er links war; als rechts gilt, dass Schwarze Weiße heiraten dürfen – bitte was? Insgesamt ergibt der Text überhaupt keinen Sinn, was ja normal ist bei derartigen Verschwörungstheorien.

Eigentlich sollte ich wohl den gepflegten Dialog mit dem Autor suchen, nachdem ich heute bereits Seppos nazisatirischen Text „Die echte Wahrheit“ rügte und ihm vorhielt, er mache sich nur über besorgte Bürger lustig und fördere damit die gesamtgesellschafltiche Spaltung. Jetzt lese ich seinen Text gerade nochmal, und in vielen Punkten stimmt diese Übertreibung leider mit den Inhalten des Blogs „Viel Spass im System“ überein. Ich muss zugeben: Hier ist bereits Hopfen und Malz, und somit alles, was die toitsche Togent ausmacht, verloren.

Ich bin recht sprachlos angesichts dieses Funds und würde gern etwas dagegen tun, denn meines Wissens und auch nach dem Wissensstand des Blogbetreibers von „Viel Spass im System“ ist Holocaustleugnen auch im Internet strafbar. Wer juristisch informiert ist, was man dagegen tun kann: Immer her damit! Außerdem stelle ich mir die Frage, ob WordPress selbst auch Richtlinien hat, die dies regeln, finde aber nichts dazu. Vielleicht bin ich zu blöd zum Googlen. Jedenfalls bin ich froh, wenn ihr mir weiterhelft.

Damit ich auch diesen Montagsmüll umweltgerecht entsorgen kann.

Ein Flugzeug rostet, wenn es rumsteht

Heute ist Mittwoch, und mittwochs motiviert mich, euch und sich selbst wohl auch neuestens die liebe Tamara auf ihrem Blog everythingbutcasual. Ich halte das für eine fabelhafte Idee, zumal es gerade als ausschließlich eigennütziger Schreiberling im Internet häufig an Antrieb zur brotlosen Kunst fehlt, auch wenn man’s ja eigentlich gern macht.

 

„Du hast einen Traum. Aber du verfolgst ihn nicht.“

 

 

Das sind einfache Sätze, die aber umso wirkungsvoller sind, beschreiben sie doch ein Gefühl, das die meisten Leute gut kennen; so ward ich in den Text gezogen.

 

Es handelt sich in dem hier vorgestellten Beitrag allerdings nicht nur um einen Text, sondern auch um ein beigefügtes Video. Nachdem ich dieses wie empfohlen angesehen habe, habe ich nun noch eine Anmerkung zum Inhalt. Der gute PrinceEA, dessen Website mich ankotzt – nein, ich möchte keine Notifikationen! –, weshalb ich sie nicht verlinke, spricht uns darin Mut zu. Er verwendet dabei die Metapher eines Flugzeugs, das eher kaputt geht, wenn es am Boden bleibt und niemals fliegt, da es dort unten eher zu rosten beginnt.

 

Diese Aussage ist ausgemachter Unsinn, denn es geht ja nicht vom Rumstehen allein kaputt; als angehende Ingenieurin möchte ich aber darauf hinweisen, dass etwaige Defekte schneller erkannt und in frühem Stadium behoben werden können, wenn das Gerät dauernd im Einsatz ist – es soll ja keiner sterben. Steht es dagegen nur rum, kümmert sich auch keiner um die Wartung.

„Und was hat das jetzt mit mir zu tun?“

 

Wie das Flugzeug sollst auch du regelmäßig durchstarten, um nicht zu verrosten.

 

Ein krasses Beispiel aus meinem Umfeld dafür, dass das bei einigen, wenn nicht allen Leuten der Fall ist, ist mein Chorleiter aus Schulzeiten. Er leidet bereits seit über zehn Jahren an einem Hirntumor und hat dementsprechend schon etliche Operationen und ungefähr alle Arztbesuche hinter sich; dennoch ist er nicht unterzukriegen. Er schöpft, so scheint es mir, seine Lebenskraft aus Engagement, aus Musik, aus Leidenschaft.

 

Täte er das nicht mit einer derartigen Hingabe, so, da bin ich  mir sicher, wäre er, um beim Flugzeug zu bleiben, nicht gestartet, sondern am Boden geblieben. Sein Körper hätte sich dem Rost der Menschheit, dem Krebs, hingegeben.

 

Und wenn dieser Mann, der sich konstant mit dem Tod konfrontiert sieht wie kaum jemand sonst in diesen reichen Landen, das kann – warum sollten wir es nicht auch können?

 

Das waren meine Worte zum alles andere als lockeren Motivationsmittwoch. Nun schaut euch schon den Originalpost an 😉

 

[…] Du hast einen Traum. Aber du verfolgst ihn nicht. Und ich würde behaupten, dass jeder mal einen kleinen Traum aufgegeben hat, weil Menschen im direkten Umfeld die Idee für unsicher, brotlos oder komplette Spinnerei gehalten haben. Weil sie diesen Traum nicht ernst genommen haben – oder haben sie sogar im Endeffekt dich als Person nicht für voll genommen? Und natürlich geht es auch viel darum Menschen nicht enttäuschen zu wollen. Erwartungen nicht gerecht zu werden. Dann geht man doch lieber den Weg, der […]

über everybody dies, but not everybody lives. #MotivationsMittwoch — everythingbutcasual

 

(Eigentlich wollte ich mich, da ich den Post nur rebloggen wollte, kurz halten; das ist scheinbar nicht gelungen. Ich entschuldige mich.)

Weihnachtsmüll

Dieser Text ist keine Ebaywerbung, sondern die Weihnachtsedition des Montagsmülls.

 

Weihnachten ist schon wieder vorbei. Das bedeutet vor allem, dass wir uns langsam, aber sicher alle wieder Alltäglichem zuwenden. Ich habe das Fest bei meiner Familie in einem beschaulichen Schwarzwaldstädtchen verbracht und es, da es sich anbot, mit meinem wöchentlichen Ritual kombiniert.

 

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Auf 700 Metern Kleinstadtstrecke gesammelt: Weihnachtsmüll

Am ersten Weihnachtfeiertag, einem Montag, wohlbemerkt, legte ich – zwischen mittäglichem Festgelage und der mir zum Platzen gereichenden Einnahme von Kaffee und Kuchen am Nachmittag – mit meiner Familie einen Spazierweg von mehreren Kilometern zurück.

 

Optimistisch, wie ich es nur in solchen Fällen bin, in denen diese Geisteshaltung fehl am Platze ist, nahm ich einen kleinen Müllsack mit, denn wir gingen zunächst nur durch die, wie ich dachte, verhältnismäßig saubere Innenstadt. Dennoch, oder gerade deshalb war nach einem Bruchteil des Weges, nämlich nach kurzen 700 Metern, mein Müllsack voll.

 

Nach anfänglichem Spott seitens dieser Leute, die sich mir verwandt nennen dürfen, half dann sogar mein kleiner Bruder, und der Freund meiner Schwester stellte fest, dass ihm der viele Müll in der Stadt noch nie aufgefallen war.

 

In weihnachtlicher Stimmung begriffen, verbuchte ich dies als Erfolg, denn vor dem eigenen Handeln erfolgt stets eine Bewusstmachung der bisher übersehenen Missstände, und wenn ich nur das erreicht habe, ist es schließlich besser als nichts.

Da ich in den nächsten Tagen beschäftigt sein werde, wünsche ich allen Lesern meines Mülls schon mal einen guten Rutsch ins neue jahr. Und räumt ja eure Raketen auf – sonst mach ich das. 😉