Ein Flugzeug rostet, wenn es rumsteht

Heute ist Mittwoch, und mittwochs motiviert mich, euch und sich selbst wohl auch neuestens die liebe Tamara auf ihrem Blog everythingbutcasual. Ich halte das für eine fabelhafte Idee, zumal es gerade als ausschließlich eigennütziger Schreiberling im Internet häufig an Antrieb zur brotlosen Kunst fehlt, auch wenn man’s ja eigentlich gern macht.

 

„Du hast einen Traum. Aber du verfolgst ihn nicht.“

 

 

Das sind einfache Sätze, die aber umso wirkungsvoller sind, beschreiben sie doch ein Gefühl, das die meisten Leute gut kennen; so ward ich in den Text gezogen.

 

Es handelt sich in dem hier vorgestellten Beitrag allerdings nicht nur um einen Text, sondern auch um ein beigefügtes Video. Nachdem ich dieses wie empfohlen angesehen habe, habe ich nun noch eine Anmerkung zum Inhalt. Der gute PrinceEA, dessen Website mich ankotzt – nein, ich möchte keine Notifikationen! –, weshalb ich sie nicht verlinke, spricht uns darin Mut zu. Er verwendet dabei die Metapher eines Flugzeugs, das eher kaputt geht, wenn es am Boden bleibt und niemals fliegt, da es dort unten eher zu rosten beginnt.

 

Diese Aussage ist ausgemachter Unsinn, denn es geht ja nicht vom Rumstehen allein kaputt; als angehende Ingenieurin möchte ich aber darauf hinweisen, dass etwaige Defekte schneller erkannt und in frühem Stadium behoben werden können, wenn das Gerät dauernd im Einsatz ist – es soll ja keiner sterben. Steht es dagegen nur rum, kümmert sich auch keiner um die Wartung.

„Und was hat das jetzt mit mir zu tun?“

 

Wie das Flugzeug sollst auch du regelmäßig durchstarten, um nicht zu verrosten.

 

Ein krasses Beispiel aus meinem Umfeld dafür, dass das bei einigen, wenn nicht allen Leuten der Fall ist, ist mein Chorleiter aus Schulzeiten. Er leidet bereits seit über zehn Jahren an einem Hirntumor und hat dementsprechend schon etliche Operationen und ungefähr alle Arztbesuche hinter sich; dennoch ist er nicht unterzukriegen. Er schöpft, so scheint es mir, seine Lebenskraft aus Engagement, aus Musik, aus Leidenschaft.

 

Täte er das nicht mit einer derartigen Hingabe, so, da bin ich  mir sicher, wäre er, um beim Flugzeug zu bleiben, nicht gestartet, sondern am Boden geblieben. Sein Körper hätte sich dem Rost der Menschheit, dem Krebs, hingegeben.

 

Und wenn dieser Mann, der sich konstant mit dem Tod konfrontiert sieht wie kaum jemand sonst in diesen reichen Landen, das kann – warum sollten wir es nicht auch können?

 

Das waren meine Worte zum alles andere als lockeren Motivationsmittwoch. Nun schaut euch schon den Originalpost an 😉

 

[…] Du hast einen Traum. Aber du verfolgst ihn nicht. Und ich würde behaupten, dass jeder mal einen kleinen Traum aufgegeben hat, weil Menschen im direkten Umfeld die Idee für unsicher, brotlos oder komplette Spinnerei gehalten haben. Weil sie diesen Traum nicht ernst genommen haben – oder haben sie sogar im Endeffekt dich als Person nicht für voll genommen? Und natürlich geht es auch viel darum Menschen nicht enttäuschen zu wollen. Erwartungen nicht gerecht zu werden. Dann geht man doch lieber den Weg, der […]

über everybody dies, but not everybody lives. #MotivationsMittwoch — everythingbutcasual

 

(Eigentlich wollte ich mich, da ich den Post nur rebloggen wollte, kurz halten; das ist scheinbar nicht gelungen. Ich entschuldige mich.)

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