Zwischen Müll und Märchen: Ein Ausflug in den Zauberwald

Einen gemütlichen Spaziergang habe ich heute hinter mir. Vom Nachmittag bis zu Dämmerung – also winterswegen gerade mal 45 Minuten lang – beschritt ich den Laubwald im Winterschlaf. Die Bäume haben längst mit ihren Blättern den Boden zugedeckt. Es war kalt und ruhig und schön draußen.

 

Schön? Ja, tatsächlich. Ich habe heute kaum Müll gefunden, gerade mal ein Bodensatz füllt die Mülltüte, die sonst schon nach einem Bruchteil des zurückgelegten Weges überquillt vor Abfall. Wenn ich heute Müll gefunden habe, dann hauptsächlich neben Sitzbänken ohne Mülleimer.

 

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Weiße Ahornblätter im Buchenlaub

Auf den kleinen Waldwegen hielt ich dennoch aufmerksam die Augen offen. Da spielte die Natur mir Streiche: Zu völliger Farblosigkeit verblichene Ahornblätter reflektierten viel mehr Licht als ihre roten Verwandten, die Blätter der Buche. Da die Buche aber viel häufiger in diesem Wäldchen vorhanden ist, blitzten die Ahornbätter nur so hervor.

 

Häufig ging ich dann hin um diese vermeintlichen Papiere und Folien zu inspizieren. Mit jedem Schritt wurde mein Irrtum ersichtlicher: Wieder nur ein Blatt. Pilzsammler kennen das Problem wohl.

 

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Moos

Einige Moose fingen meinen Blick auf ähnliche Weise ein. Aus dem graubraunen Waldboden sticht ihr Grün und ihr Helltürkis besonders hervor und ist dabei oft von so knalligem Farbton, dass ich mich beinah danach bückte. „Das kann ja nicht sein, so grelle Farben in der Natur“, sagte mir mein Müllradar.

 

Nach diesem wunderbaren (weil wenigem) Montagsmüll noch eine Frage an eventuelle Leser:

 

 

 

Wann hat euch der Wald zuletzt verzaubert?

 

 

 

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